Stirnlampen & Co

Laufen im Dunkeln

Sicherheits-Accessoires: Wer im Winter nur früh morgens oder ab dem Nachmittag laufen kann, der läuft in der Dunkelheit. Die neun besten Tipps zum Laufen mit Stirnlampe und anderen Sicherheits-Accessoires.

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Minikleine LED-Sicherheitslampen, die man mit Klettband am Arm oder Finger befestigen kann, sorgen für mehr Sicherheit beim Laufen in der Dunkelheit.

Das Angebot an Stirnlampen und anderen Sicherheits-Accessiores ist riesig, doch längst nicht alle Stirnlampen eignen sich gut zum Laufen. Vor dem Kauf sollten Sie sich orientieren und fragen, wozu Sie die Lampe einsetzen wollen. Unsere neun Tipps helfen Ihnen beim Kauf und der Wahl des richtigen Modells:

1. Wichtig ist die grundsätzliche Überlegung: Braucht man die Stirnlampe zur passiven Sicherheit oder zum Sehen bei Dunkelheit? Denn danach entscheidet sich vor allem die Wahl des Produkts: Wer lange Läufe bei absoluter Dunkelheit (Wald) absolviert und ständig das Licht der Stirnlampe zum Erkennen des Weges benötigt, sollte auf ein leistungsstarkes Modell achten, meist ab 50 Euro erhältlich und mit 3 Watt Stärke. Die werfen dann aber auch soviel Licht, dass man unbeschwert längere Zeit durch die Nacht laufen kann.

Wer dagegen nur kurze Passagen benötigt, kann auch ein Hilfslicht nehmen – in Form einer sehr einfachen, leichten (und preisgünstigeren) Stirnlampe oder als kleines Hilfslicht (LED-Taschenlampe), das man in der Tasche mitträgt.

2. Moderne (Stirn-) Lampen setzen auf LED-Technik, lichtemmitierende Dioden. Diese haben einen sehr niedrigen Stromverbrauch und gehen, anders als herkömmliche Glühbirnen, fast nie kaputt (in unseren Tests hatten wir in den letzten vier Jahren keinen Ausfall!). Obendrein sind sie relativ preisgünstig.

3. Outdoor-Stirnlampen sind nicht immer eine gute Wahl für Läufer: Sie sind
oft auf eine lange Brenndauer ausgelegt, haben deshalb ein größeres (und
schwereres) Batteriefach. Als Läufer tauscht man dagegen die leichteren
Batterien lieber öfters und spart dafür Gewicht; ohnehin halten die
Batterien bei den sparsamen LED-Lampen aber sehr sehr lange. Deshalb lieber eine Stirnlampe mit kleinerem Batteriefach und wenig Gewicht wählen.

4. Weder die Lampe vor der Stirn noch das Batteriefach dürfen weit vom Kopf
abstehen, sonst steigt die Gefahr des Verrutschens/Wackelns.

5. Bei Regen oder Schneefall trägt man unter der Stirnlampe besser eine
Schirmmütze, da sonst die Regentropfen das Licht direkt vor dem Auge
unangenehm reflektieren.

6. Das Laufen mit Stirnlampe beeinflusst oft unbewusst die Kopfhaltung, was
zu Verkrampfungen führen kann. Tipp: Bei helleren Wegstücken die Lampe
ausschalten und prüfen, ob sich die Kopfhaltung ändert.

7. Bei schwenkbaren LED-Lampen sollte der Lichtkegel bei normaler Kopfhaltung etwa fünf Meter vorausstrahlen.

8. Mit Stirnlampe läuft man meist automatisch etwas langsamer, da das
Sichtfeld begrenzt ist und Gefahren nicht so schnell erkannt werden; gerade
solche, die außerhalb des Lichtkegels liegen. Vorsicht bei Austritt aus
dunklen Umgebungen (Wald, Unterführung): Die Augen brauchen Gewöhnung an das Licht.

9. Die Stirnlampe ersetzt keine Sicherheits-Accesssoires: Reflektoren an
Kleidung und Schuhen sind bei Dunkelheit unverzichtbar.

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