Das ist uns aufgefallen

Kommentare zu den getesteten Distanzmessern

Was uns beim Testen der Geräte gefallen hat und was genervt hat.

Seit einigen Jahren testet RUNNER’S WORLD Distanzmesser. Anfänglich funktionierten die Geräte sehr unterschiedlich gut. Die anfängliche Begeisterung über die neue Technik schlug mitunter in bittere Enttäuschung über die Bedienung und Fehlfunktion um. Dies hat sich zum Glück weitestgehend geändert.

Aber noch immer gilt: Die Geräte sind mit das technischste, was Läufer zur Verfügung haben. Und nicht immer ist diese Technik ausgereift oder voll durchdacht. Bei vielen Bedien-Menüs lässt sich die Verspieltheit des Produktentwicklers erkennen, aber nicht sein Sinn für Bedienlogik. Geduld ist in jedem Fall bei jedem Gerät von Nöten. Unsere Grundregel lautet, beziehungsweise auch unsere Testanforderung, dass ein hochwertiger Distanzmesser nach fünf Einsätzen so einsetzbar sein sollte wie gewünscht.

Die Toleranzschwelle gegenüber dem Gerät ist also hoch. Aber unsere Testerfahrung lehrt, dass diese Toleranzschwelle absolut angebracht ist.

Zur Verdeutlichung seien hier einige Kommentare aus den aktuellen Testberichten zitiert; alle Zitate stammen aus Protokollen, die für die Distanzmesser für das Augustheft 2009 von RUNNER’S WORLD durch die Testläufer angefertigt wurden:

Kommentare zur Polar RS 800 PTE

„Erste Inbetriebnahme: wie immer recht einfach. Aber: Grundeinstellung der Anzeige nicht einfach zu verstellen. Erster Testlauf zur Kalibrierung misslingt völlig, da der Sensor nicht gefunden wird – trotz mehrfacher Sensorsuche, Fehlersuche ist mir schleierhaft, kann Ursache nicht feststellen. Erst zu hause, am Schreibtisch sitzend, gelingt dann die Koppelung mit dem S3-Sensor. Tipp: Die ersten fünf Läufe braucht man, um sich und das Gerät aneinander zu gewöhnen – da braucht man also Geduld. Vermutlich ca fünf Stunden sind im Umgang einzuberechnen.“

„Nach langer Fummelei bei den Einstellungen klappt es auch beim Radfahren: Allerdings : dazu muss der Startknopf einmal gedrückt werden, erst dann kommt man in das Auswahlmenü, in dem man auch die Einstellungen für das Display eintragen kann. Das erscheint etwas unlogisch, denn so kann man nicht vorher im Stillen die Einstellungen an der Uhr vornehmen.“

„In den Folgeläufen hat die Uhr immer wieder Probleme, den Sensor S3 zu finden, oft misslingt dies völlig, die Streckendaten werden dann nicht aufgezeichnet.“

„Wenn alles funktioniert – Herzfrequenzmessung, Geschwindigkeit und Distanz – dann ist der RS800 ein tolles, begeisterndes Gerät. Kann ich voll empfehlen. Ich nutze viel die einfache Umstellmöglichkeit des Displays!“

„Ich habe einige Läufe gebraucht, ehe ich mich in den ganzen Untermenüs zurechtfand – und schließlich auch die Einstellung hatte, die ich am meisten brauche.“


Kommentare zum iPhone

iPhone: Software-Version 2.2.1; Anwendung: Sportics. „Die Abweichungen auf der Kartendarstellung in Sportics.net sind doch recht groß – was zu regelrechten Missverständnissen bei der Routenfindung führen kann, wie etwa bei der Strecke vom 23.5., die Laufstrecke ist hier links des Flusses eingetragen, ich bin aber auf der rechten Flussseite gelaufen!
Und: Bei einer 3,5h-Radtour kommt der Akku an seine Grenze, ruft man unterwegs gar die Daten ab, macht er noch früher schlapp – ohne zu telefonieren, ohne Musik zu hören.“

„Ich vergleiche Daten: Die Stoppuhr hat brutto 50:20 min auf der Uhr für die 10,8 km-Runde – das GPS-iPhone – durch das vorher starten, dann in die tasche packen, an den Oberarm schnallen, an den Arm binden, korrigieren, hat längere Zeit gestoppt. – Die Transportlösung am Oberarm ist unpraktisch. Die Angaben lassen sich unterwegs schlecht ablesen.“

„Ich laufe eine 10,8 km-Runde – mit Ampelpausen und Boxenstopp – aber in schnellem Tempo: Und das I-Phone gibt nur eine Distanz von 10, 3 km an! – Also 500 Meter zu wenig, was auf dem Satelliten und Google-map-Bild auch gut zu sehen ist – und durch frühere GPS-Messung mehrfach belegt!“


Kommentare zur Suunto T4c

„Ich verglich heute die Systeme, wir liefen zu zweit nebeneinandern, hatten vier Systeme dabei: Polar unkalibriert: 10,03 km; Suunto unkalibriert: 11,15 km; Garmin: 10,66 km; iPhone 10,57 km, 54:18 min. Also recht große Abweichungen, und die Empfehlung, dass man die Uhren mit Bewegungssensor unbedingt kalibrieren muss, sonst sind die gemessenen Distanzen und Geschwindigkeiten irreführend und wertlos.“

„Heute Kalibrierung: Das ist bei der Suunto einfacher als bei der Polar-Uhr.“

Kommentare zur Garmin Forerunner 405cx

„Im Vergleich zum Vorgängermodell misst die 405cx deutlich exakter – auf der mehrfach vermessenen Trainingsrunde hat sie weniger als 1% Abweichung.“

„Die Bedienung mit dem Touchring finde ich nicht hilfreich – schon gar nicht während des Laufens.“

„Ich bin nicht sicher, ob die Messungen bei wechselndem Tempo noch genau sind. Der Garmin braucht immer eine Zeit, bis er die Tempowechsel auch auf dem Display anzeigt.“

„Ich bin heute 10000 Meter auf der Bahn gelaufen – 400-m-Stadionbahn. Der Garmin hat 300 Meter zu viel gemessen. Wie geht das? – Bei der vorigen Messung war er auf unter 2% exakt! Vielleicht eine Störung durch Handy-Antennen? – Oder ungünstige Satellitenkonstellation?“

„Vergleich vom Forerunner und dem gleichzeitig getragenen iPhone: Das iPhone zeigt 10,49 km, der Forerunner 10,76 km – und ist damit exakter; die Runde misst 10,7 km.“


Kommentare zum NOKIA N79 active

„Heute habe ich die beiden GPS-Systeme gleichzeitig getragen: Garmin 8,84 km 51:52; Nokia 9,03 km 51:42 min. Die Abweichungen sind für GPS-Messung enttäuschend, finde ich. Wobei ich dem Garmin mehr vertraue.“

„Die Handhabung vom Nokia-Handy ist unterwegs praktischer als beim iPhone. Auch lässt sich das Nokia besser ablesen.“

„ Die Musikqualität ist vom Sound her absolut spitze – das Handy ist dadurch in der Kombination ein toller Laufbegleiter; außerdem bin ich telefonisch erreichbar, das ist mir wichtig.“

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