Tipps zum Schuhkauf

Erst informieren, dann kaufen

Die sechs allerwichtigsten Fragen rund um den Laufschuhkauf.

1. Worauf muss ich beim Kauf grundsätzlich achten?
Füße verändern ihre Form über den Tag: Sie werden größer. Kaufen Sie Laufschuhe deshalb besser erst am späten Nachmittag ein. Nehmen Sie ein Paar abgelaufene Laufschuhe mit. Geschultes Verkaufspersonal kann nach kurzer Inspektion der alten Schuhe auf Ihr Laufverhalten schließen. Tragen Sie beim Anprobieren die Socken, die Sie auch beim Laufen tragen. Beachten Sie, dass ein Paar Füße unterschiedlich lang sein kann. Der größere Fuß dient dann als Passnorm. Stehen Sie bei der Anprobe: Zwischen der Spitze des großen Zehs (bzw. des längsten Zehs) und der Schuhspitze sollte ein Daumen breit Platz sein. An der breitesten Stelle des Schuhs sollte er gut anliegen und gleichzeitig im Fersenbereich gut sitzen. Der Schaft sollte sich an den Fuß anschmiegen, so dass keine Druckstellen entstehen.

2. Wodurch zeichnet sich eine gute Laufschuhberatung aus?
Eine sinnvolle Beratung braucht vor allem Zeit. Meiden Sie deshalb die Haupteinkaufszeiten. In einem Vorgespräch müssen die verschiedenen Faktoren, die bei der Auswahl des Schuhs eine Rolle spielen, abgeklärt werden: Körpergewicht, Körpergröße, Laufkilometer pro Woche, Laufuntergrund, bisher bevorzugte Laufschuhe, Verwendungszweck der Schuhe (Training, Wettkampf, Gelände) und natürlich die Fußformen und eventuelle Fußfehlstellungen. Die Erfahrung des Verkäufers zahlt sich aus.

3. Wie testet man einen Laufschuh im Laden?
Behalten Sie die Laufschuhe ein paar Minuten an, und laufen Sie sie vor/in dem Laden ein wenig auf und ab (man sollte es Ihnen erlauben). Falls nicht anders möglich, laufen Sie wenigstens auf der Stelle. Gibt es ein Laufband im Laden, ist ein Testlauf nur sinnvoll, wenn Sie mit Laufbändern keine Probleme haben. Schnüren Sie den Schuh sorgfältig, strecken Sie dabei die Zehen nach oben, und drücken Sie die Ferse ganz fest in die Fersenschale.

4. Wie viele Paar Schuhe sollte ich anprobieren?
Achten Sie darauf, dass Ihnen nicht nur Modelle eines Herstellers angeboten werden, sondern eine Auswahl. Nicht der erste Schuh, der gut sitzt, muss gekauft werden. Probieren Sie immer mehrere Modelle von verschiedenen Herstellern durch bzw. aus.

5. Was sagt der Preis über die Qualität des Schuhs aus?
Nicht immer ist der teuerste Schuh auch der beste, sprich der richtige. Laufschuhe sind immer nur so gut, wie sie zu den Füßen passen, die in ihnen stecken. Optisch aufgemotzte und teure Modelle lassen den Eindruck entstehen, dass das entsprechende Modell auch entsprechend gut ist. Doch dies relativiert sich mit der Beratung und der entsprechenden Typeneinteilung (siehe Frage 2).

6. Wie viele Paar Laufschuhe brauche ich?
Weniger ambitionierten Läufern oder Laufeinsteigern, die nicht öfter als zweimal pro Woche laufen, reicht ein Paar Laufschuhe. Auf die Qualität sollten sie beim Kauf allerdings genauso achten. Denn wer wenig oder langsam läuft, braucht deshalb noch lange keinen mangelhaften Schuh. Läuferinnen und Läufer, die drei- bis viermal oder gar mehr pro Woche laufen, benötigen mindestens zwei Paar Laufschuhe, besser drei Paar. Diese sollten abwechselnd getragen werden und den verschiedenen Trainingsansprüchen und Laufuntergründen Rechnung tragen. Durch das wechselnde Schuhwerk wird eine einseitige Belastung des Bewegungsapparates vermieden sowie Verletzungen vorgebeugt. Wer ambitioniert trainiert und nach Bestzeiten schielt, ist vor allem bei kürzeren Wettkämpfen mit einem speziellen Wettkampfschuh gut beraten. Dieser spart vor allem an Gewicht. Für Laufabenteuer im unebenen Gelände gibt es mittlerweile eine Vielzahl spezieller Trailschuhe. Viele schließen über dem Knöchel ab und haben wasserabweisendes Obermaterial.

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So finden Sie den richtigen Laufschuh