Experteninterview

Das sagt Dr. Lutz Graumann über das Laufen mit Einlagen

Barfußlaufen und Massagen erhöhen die Flexibilität und stärken die Fußmuskulatur.

Welche Art von Einlagen halten Sie für sinnvoll? Was sollten Läufer beachten?

Eine Studie der Universität Calgary hat verschiedene Einlagebauweisen verglichen. Am besten hat dabei die Kopieeinlage abgeschnitten, die insg. am wenigsten Stütze geboten hat. Sie war nur eine Stütze für das Fußgewölbe – keine Korrektur.

Macht es Sinn, mal mit Einlagen zu laufen und dann mal wieder ohne?

Für ambitionierte Läufer ist es immens wichtig, immer wieder die Laufschuhe und Gewölbestützen zu variieren, damit die Fußmuskulatur immer mal wieder einen anderen Trainingsreiz bekommt. Mindestens einmal pro Woche sollten sie auch für ein paar Minuten barfuß oder mit einem Nike Free laufen.

Lässt sich der Fuß, bzw. der Bewegungsapparat so trainieren, dass die Einlagen nach einiger Zeit überflüssig sind?

In einer Studie, die wir mit dem Nike Free 3.0 durchgeführt haben, konnten wir zeigen, dass wir innerhalb von 12 Wochen die Kraft der Fußmuskulatur um 37% haben steigern können. Ein weiter positiver Effekt des Barfußlaufens war, dass keiner der Probanden über Schmerzen oder Überlastungsschäden berichtet hat - und dies in einer Marathonvorbereitung. Das hat selbst uns verwundert.

Wichtiger aber als die Einlage ist die Mobilisierung des Fußes z.B. mit einer Tennisballmassage vor einer Laufeinheit, damit der Fuß auf die Belastungen adäquat vorbereitet wird. Die Selbstmassage führt dazu, dass nicht nur die vielen Gelenke am Fuß mobilisiert werden, sondern auch die Faszie an der Fußsohle gut verschieblich gehalten wird. Dies kann z.B. die Entstehung eines Fersensporns verhindern.

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Laufen mit Einlagen