Experteninterview

Das sagt Dr. Lutz Graumann über das Laufen mit Einlagen

Wann sind Einlegesohlen sinnvoll? Experte Dr. Lutz Graumann erklärt seine Sichtweise über Einlagen.

Im RUNNER’S WORLD-INTERVIEW:
Dr. Lutz Graumann, Medical Director bei der Trainingberatungsfirma Tignum.

Ganz pauschal gefragt: Wann braucht ein Läufer eine Einlage im Laufschuh?

Einlagen werden in der orthopädischen Praxis eigentlich jedem ambitionierten Läufer verschrieben, der entweder unter Fußbeschwerden oder unter Überlastungsschäden, wie z.B. Läuferknie, Tibiavorderkantensyndrom o.ä. leidet. Leider bekämpft dies so gut wie nie nachhaltig die Probleme, da die o.g. Probleme nur Symptome und nicht die Ursache der Beschwerden darstellen. Der kanadische Sportmediziner Reed Ferber hat bewiesen, dass ein Großteil der auftretenden Schmerzen auf eine zu schwache Hüft- und Gesäßmuskulatur zurückzuführen ist.

Wer sollte keine Einlage tragen?

Theoretisch profitiert jeder Läufer von einer gut gemachten Einlage. Die Einlage ist die Schnittstelle zwischen Fuß und Schuh. Da die Laufschuhe in der Regel immer kleine Passformdifferenzen zu unseren Füßen aufweisen, kann eine Einlage hier das Optimum an Komfort aus den Laufschuhen herausholen.

Können Einlagen auch Schaden anrichten?

Viele Sporteinlagen sind leider schlecht gemacht. Häufig sehe ich lieblos angefertigte Massenware und häufig finden wir zu starre Pelotten (der Hügel im Bereich des Vorfußes), die den Läufern dann Schmerzen bescheren, die vorher nicht da waren.

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