Andreas Lust

„Laufen, um sich auszulöschen“

Das RUNNER'S WORLD-Interview Interview mit dem Hauptdarsteller Andreas Lust.

Was hat Sie vor der Rolle des „Räubers“ mit dem Laufen verbunden?
Ich bin seit meiner Schulzeit gelaufen. Da war ich in der Leichtathletik-Mannschaft, dann in der Juniorenmannschaft des Fußballvereins FC Atzgersdorf Pesl.

Das liegt aber ein paar Jahre zurück.
Ja, 20 Jahre. Aber der Faden ist nie abgerissen, ich bin immer phasenweise gelaufen. Aber mit systematischem Lauftraining habe ich erst jetzt für diese Rolle begonnen.

Empfinden Sie das mehr als Arbeit oder auch als Spaß?
Laufen macht mir grundsätzlich Spaß, weil ich dabei mei-
nen Gedanken nachhängen kann.

Trotz der Begleitung durch Ihren Trainer Martin Prinz?
Ich laufe nicht immer mit Martin, nur zwei von etwa vier Einheiten pro Woche.

Was lernen Sie ­dabei?
Er ökonomisiert meinen Laufstil Richtung Langstrecke. Er hat meine Haltung aufgerichtet und die Handgelenke fixiert. Ich merke: Das tut mir gut.

Haben Sie das Training zum Anlass für weitere Änderungen genommen?
Ja, ich habe zu rauchen aufgehört, meine Ernährung umgestellt und fünf Kilo abgenommen. Ich habe mich praktisch noch mal neu aufgestellt.

Was werden Sie nach den Dreharbeiten ­davon beibehalten?)?
Na, alles hoffentlich!

$(text:b:War es für Sie eine neue Erfahrung, sich auf eine Rolle auch physisch so intensiv vorzubereiten?

Ich habe lustigerweise schon für den letzten Film, den ich gedreht habe, mit dem Laufen begonnen. Da spiele ich einen Polizisten, der bei Frust immer joggen geht („Re­vanche“, ab 16. Mai im Kino; d. Red.). Es war also ein sukzes­siver Einstieg.

Wie spielen Sie das Laufen im „Räuber“? Eher als ein Davonlaufen, als Flucht?
Nein, ich habe es eher so empfunden: Er läuft, um sich auszu­löschen. Wenn er stehen bleibt, muss er mit irgendetwas umgehen. Aber solange er läuft, ist er nicht da, nicht in dieser Welt, ist nicht mit dem Alltag oder mit sich selbst konfrontiert.

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Der Marathon-Räuber