Europameisterschaften

Anna Incerti trägt die italienischen Medaillenhoffnungen

Neben der Italienerin Anna Incerti gehören auch Läuferinnen aus Russland und Portugal zu den Favoritinnen beim EM-Marathon.

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Anna Incerti

Bild: www.photorun.net

Die Favoritinnen kommen am Sonnabend aus drei Ländern: Russland, Italien und Portugal. Da bei dem Rennen der Marathon-Europacup integriert ist, kann jedes Land bis zu sechs Läuferinnen starten lassen. Die besten drei kommen dann in die Cup-Wertung. Russland hat dieses Kontingent voll ausgeschöpft. Doch unabhängig davon sind die Russinnen bei Meisterschafts-Marathonrennen meist stark. Irina Timofeyeva hat eine Bestzeit von 2:24:14 Stunden und belegte vor zwei Jahren beim Olympia-Marathon einen starken siebenten Platz. Ob sie allerdings im Alter von inzwischen 40 Jahren noch ganz vorne mitmischen kann, ist fraglich. Ihre Landsfrauen Tatyana Pushkareva (Bestzeit: 2:26:14) und Silviya Skvortsova (2:26:24) sind wohl stärker einzuschätzen.

Zu beachten sind die Italienerinnen, die mit der früheren Wien-Marathon-Siegerin Rosaria Console (Bestzeit: 2:26:45 als Vierte des Berlin-Marathons 2009), Anna Incerti (2:27:42) und Deborah Toniolo (2:28:31) antreten. Incerti galt nach einem starken Jahr 2008 als die große italienische Hoffnung im Marathon. Nach einem beachtlichen 14. Platz bei Olympia gewann sie den Mailand-Marathon mit ihrer noch aktuellen Bestzeit. 2009 musste die 30-Jährige jedoch Rückschläge hinnehmen. Sie könnte ebenso wie Console bei der EM eine gute Rolle spielen.

Eine Läuferin, die ebenfalls zu den Favoritinnen zählt, ist Marisa Barros. Die Portugiesin steigerte sich im Januar als Zweite beim Osaka-Marathon auf 2:25:44 Stunden. Portugal schickt außerdem Ana Dias (2:28:49) und die 10.000-m-Olympiasiegerin von 1996, Fernanda Ribeiro (2:29:48), ins Rennen. Ribeiro ist aber mit 41 Jahren längst über den Zenit ihrer Laufbahn hinweg. Gleiches gilt für Lidia Simon, obwohl sie mit 36 Jahren noch jünger ist. Die Rumänin ist mit 2:22:54 Stunden die Athletin mit der schnellsten Bestzeit im Feld. Dieses Ergebnis erzielte sie jedoch bereits vor zehn Jahren.

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