Algeriens Läuferstar Saidi Sief wieder gesperrt

Algeriens Läuferstar Ali Saidi Sief ist wiederum gesperrt, dieses Mal jedoch geht es nicht um ein Dopingvergehen. Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat nach einer Entscheidung seines Councils in Monte Carlo den kompletten Leichtathletik-Verband Algeriens mit einer internationalen Sperre belegt. Kein Athlet dieses Landes ist damit zurzeit international startberechtigt.

Hintergrund dieses drastischen Schrittes ist, dass der algerische Sportminister die gesamte Verbandsspitze für eine Dauer von vier Jahren suspendiert hatte. „Die IAAF unterstützt so stark es geht die Unabhängigkeit der nationalen Mitgliederverbände, deren Verbandsvertreter demokratisch gewählt sind“, erklärte der IAAF-Präsident Lamine Diack. Es dürfe keine Form von Einmischung seitens der Landesregierung geben.

Die Läufer Djabir Said-Guerni, der 2003 in Paris 800-m-Weltmeister war, und Ali Saidi Sief sind die prominentesten Opfer dieser Situation. Der 28-jährige Langstreckler Sief war 2000 bei Olympia Zweiter über 5.000 m. Genau diesen Platz erreichte er über diese Distanz auch ein Jahr später bei der WM, wo er dann jedoch positiv getestet und mit einer zweijährigen Dopingsperre belegt wurde. Nach seiner Sperre war er bei der WM 2005 Fünfter über 5.000 m.